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Schwierige, aber beherrschbare Situation

Coburg. Der regionale Gesundheitsverbund Regiomed-Kliniken GmbH steht aktuell vor finanziellen Herausforderungen, mit denen sich die 61. Aufsichtsratssitzung beschäftigte. Wie es in einer Pressemitteilung dazu heißt, sehen sich immer mehr Kliniken schwierigeren Aufgaben gegenüber: Die weitere Verlagerung von stationären Leistungen in den ambulanten Bereich, die Forderung von Mindestmengen, die Fokussierung der Krankenhausplanung auf Vorgaben zur Strukturqualität und insbesondere der durch Fördermittel nicht mehr gedeckte Investitionsbedarf. Diese können jedoch durch innovative Konzepte und zunehmende Vernetzung sowie Digitalisierung beherrschbar bleiben. 

Die Gründung des bundeslandübergreifenden Verbundes im Jahr 2008 habe als herausragendes zukunftsgerichtetes Konzept die Möglichkeit geboten, die medizinische und pflegerische Versorgung in Oberfranken und Südthüringen nachhaltig zu sichern. Unternehmensinterne Strukturentwicklungen, die den Verbundgedanken bestmöglich untermauern, und die Verwirklichung der Vorteile müssten nun noch stärker als in der Vergangenheit vorangetrieben werden.

„Die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die Geschäftsführung des Gesundheitsverbundes bekennen sich zu diesem kommunalen Unternehmen und den 5.400 Beschäftigten. Trotz der herausfordernden Situation sehen sie das Potenzial, die Wirtschaftlichkeit der Einrichtungen zu heben, so dass das Unternehmen sich voraussichtlich selbständig aus der angespannten Finanzlage befreien kann“, heißt es in der Mitteilung. Künftig würden eine schnellere und konsequentere Entscheidungsfindung, klarere Verantwortlichkeiten, eine direktere und offenere Kommunikation sowie die Einbindung der Mitarbeiter die Unternehmenskultur bei Regiomed prägen. Ein strategisch ausgerichtetes Entwicklungsprogramm werde derzeit umgesetzt.

Verwiesen wird darauf, dass Aufsichtsratsmitglieder die Verunsicherung der Patienten, der Öffentlichkeit und der Mitarbeiter durch die aktuelle Berichterstattung nachvollziehen könnten. Sie betonten aber, dass die medizinische Versorgung der Region nicht gefährdet sei.

Bei der Staatsanwaltschaft Coburg sei eine Strafanzeige u.a. wegen des Verdachts der Untreue gegen einen ehemaligen Geschäftsführer der Regiomed eingegangen. Der Aufsichtsrat habe bereits einige Monate vor der Strafanzeige ein unabhängiges Strategie- und Kontrollgremium damit beauftragt, Unternehmensentscheidungen in der Vergangenheit auf mögliche Unregelmäßigkeiten zu prüfen. Darüber hinaus sei eine externe Rechtsanwaltskanzlei beauftragt worden, eine unabhängige interne Untersuchung durchzuführen, um mögliche Pflichtverletzungen vollständig aufzuklären. Die interne Untersuchung dauere noch an. Regiomed werde alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, mit der Staatsanwaltschaft kooperieren und die behördlichen Ermittlungen unterstützen.





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