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Nachricht

Dresden. Das Universitätsklinikum Dresden ist einem Bericht der Dresdner Neuesten Nachrichten zufolge in die roten Zahlen gekommen. Der Jahresbericht weist für 2011 einen Verlust von 9,5 Millionen Euro aus. Allein die Defizite aus dem operativen Geschäft summierten sich auf 3,1 Millionen Euro. Der Vorstand der Uniklinik, Michael Albrecht, nannte in der Zeitung mehrere Gründe für die Verluste. Er verwies auf 18 Millionen Euro Investitionen aus Eigenmitteln. Die Medizinische Fakultät sei außerdem unterfinanziert und werde vom Klinikum querfinanziert. Personal- und Investitionskosten stiegen schneller als die Erlöse - ein Systemfehler im Gesundheitswesen, so Albrecht. 

Wiesbaden. Hessens Sozialminister Stefan Grüttner hat vorgeschlagen, die 43 öffentlichen Krankenhäuser des Bundeslandes in einem Verbund zusammenzufassen. Sein Konzept sieht dafür die Gründung einer öffentlich-rechtlichen Stiftung vor. Für Offenbachs Bürgermeister ist das eine Option für den Erhalt des verschuldeten Offenbacher Klinikums in kommunaler Trägerschaft. Hier hat die Regierung eine Markterkundung zur Suche nach möglichen Käufern oder Partnern durchgesetzt, bei der sich 12 Klinikbetreiber interessiert gezeigt hatten. Nach Sichtung der Angebote soll im November das Verfahren abgeschlossen werden. Dabei wird eine Privatisierung nicht ausgeschlossen. Das Klinikum Offenburg hat ein Defizit von 220 Mio. Euro.

Kamen. Das Hellmig-Krankenhaus in Kamen führt Fusionsverhandlungen mit dem Klinikum Westfalen (Dortmund/Lünen). Ein Zwischenergebnis der Verhandlungen ist, dass die Partner im Zuge der Fusion 30 Prozent mehr Betten in Kamen aufstellen und damit eine geriatrische Abteilung aufbauen wollen. Vorgesehen sind in den kommenden Jahren auch Investitionen in Millionenhöhe zum Umbau und zur Verbesserung des medizinischen Angebots, heißt es in regionalen Medien.

Prenzlau. Das zur GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit gehörende Krankenhaus Prenzlau erweitert sein Behandlungsspektrum mit einer Klinik für Altersmedizin (Geriatrie). Als Chefarzt wurde Anfang September Dr. Oliver Günter eingeführt. Bereits bisher wurden in Prenzlau Behandlungsschwerpunkte bei der geriatrischen Frührehabilitation gesetzt, u.a. in der Alterstraumatologie und Erkrankungen der Kardiologie. Zudem wurden bei älteren Patienten bereits umfangreiche Diagnostik und Behandlung mit Blick auf affektive Störungen, kognitive Defizite oder Delirien vorgenommen. Die bisherigen Schwerpunkte sollen nun ausgebaut werden, verbunden mit einer Ergänzung um den Bereich der Akutgeriatrie und der schrittweisen Erweiterung der Bettenkapazität.

Itzehoe. Das Klinikum Itzehoe hat eine neue Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie eröffnet. Sie verfügt über zwölf Behandlungsplätze. Behandelt werden primär Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren aus dem Kreis Steinburg. Sie werden in der Regel an fünf Tagen in der Woche tagsüber behandelt, abends und am Wochenende sind sie zu Hause. In die Tagesklinik ist auch eine Schule integriert. Das Behandlungsteam besteht aus 13 Mitgliedern verschiedener Berufsgruppen. Die Tagesklinik ist Teil des Zentrums für Psychosoziale Medizin des Klinikums. Die Baukosten für die Klinik betrugen 1,6 Mio. Euro. Das Land Schleswig-Holstein übernahm davon 1,16 Mio. Euro.





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