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Hamburg. Die Verweildauer in den Krankenhäusern Hamburgs ist zurückgegangen. Eine Ausnahme macht nur die Kinderheilkunde. Dennoch steigt der Bettenbedarf, da die Zahl der stationären Patienten zugenommen hat. So wurden in 2011 rund 58.000 Fälle mehr behandelt als 2007. Daher werden 223 Betten zusätzlich in den Krankenhausplan aufgenommen. Begründet wird die steigende Auslastung u.a. mit dem Zulauf aus dem Umland. Etwa 30 Prozent der Patienten sind keine Hamburger. Das teilt die Gesundheitsbehörde der Stadt mit.

Berlin. Seit dem 6. September Tag gilt in der ärztlichen Bedarfsplanung eine Zulassungssperre für noch nicht beplante Arztgruppen. Das Entscheidungsmoratorium hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in seiner Plenumssitzung beschlossen. Der Beschluss gilt auch für die Genehmigung von Anstellungen in Medizinischen Versorgungszentren oder bei Vertragsärzten.

Frankfurt/Main. Das Bundeskartellamt hat dem Zusammenschluss der Agaplesion AG mit dem Krankenhausbetreiber ProDiako aus Niedersachen zugestimmt. Der gemeinsame Konzern firmiert künftig unter dem Namen Agaplesion. Nun soll es um konkrete Konzepte und Maßnahmen gehen.

Bonn. Das Klinikum Worms und das Agaplesion Hochstift Krankenhaus in Worms dürfen dagegen nicht fusionieren. Das Bundeskartellamt hat dem Klinikum Worms den geplanten Kauf untersagt. Die Begründung: Damit hätte es im Krankenhausmarkt der Region eine marktbeherrschende Stellung erlangt. Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, erklärte dazu, dass sein Amt mit der Fusionskontrolle im Klinikmarkt wettbewerbliche Strukturen erhalten wolle – zum Wohl der Patienten. Er räumte ein, dass es wegen der staatlichen Regulierung nur wenig Preiswettbewerb gebe. Darum sei es aber wichtig, den Qualitätswettbewerb zu erhalten. Rechtskraft hat die Entscheidung noch nicht. Den Beteiligten bleibt die Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf.

Das Bundesgesundheitsministerium hat inzwischen nach einem Kompromiss gesucht und wollte in einem neuen Passus klarstellen, dass der Versorgungsauftrag der Kassen mit der Novellierung nicht gefährdet werden darf. Das überzeugte die Fraktion aber nicht. Beraten wurde daher inzwischen über eine Änderung am geplanten Gesetzentwurf. Geplant ist eine ergänzende Klarstellung. Darin soll die Verpflichtung des Bundeskartellamtes festgehalten werden, den Versorgungsauftrag der Krankenkassen bei kartellrechtlichen Beurteilungen besonders zu berücksichtigen. Das gelte auch für den GBA. Der Änderungsantrag muss nun im Wirtschafts- und Gesundheitsausschuss des Bundestags beraten werden.





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