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Berlin. Der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (vdää) hat die Abschaffung des Fallpauschalensystems in Deutschland gefordert. In einer auf der Jahreshauptversammlung beschlossenen Programmatischen Grundlage wird kritisiert, das DRG-System zwinge die Krankenhäuser zu extremen Einsparungen im Personalbereich und zu einer medizinisch unsinnigen Wachstumsstrategie mit Fallzahlvermehrung.

Berlin. Die Tarifspirale dreht sich weiter. Weniger Arbeitsbelastung im Bereitschaftsdienst, praxisgerechte Regelungen zur Einhaltung von Arbeitszeitgrenzen und sechs Prozent mehr Gehalt - das sind zentrale Forderungen der Ärztegewerkschaft Marburger Bundes (MB) in den anstehenden Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) für die rund 50.000 Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern. Die erste Verhandlungsrunde ist für den 10. Januar 2013 in Düsseldorf angesetzt. Verhandlungsführer des Marburger Bundes in der Tarifrunde mit der VKA ist Rechtsanwalt Rolf Lübke, Geschäftsführer des MB-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz und Mitglied der Kleinen Tarifkommission des MB-Bundesverbandes.

Frankfurt am Main. Die kommunalen Krankenhäuser weisen die Tarifforderungen des Marburger Bundes zurück. „Ein Gehaltsplus von 6 Prozent ist vollkommen übertrieben und für die Krankenhäuser nicht finanzierbar", so der Verhandlungsführer der VKA für die Krankenhäuser, Joachim Finklenburg. „Die Forderungen des Marburger Bundes summieren sich auf Kostensteigerungen von über 13 Prozent. Das ist vollkommen abwegig. Der Gesetzgeber hat den Kostenorientierungswert für die Krankenhäuser auf 2,0 Prozent festgelegt. Davon müssen wir alle Kostensteigerungen finanzieren. Bereits jetzt schreiben mehr als die Hälfte der Krankenhäuser rote Zahlen."

Berlin. Die geforderten Tarifsteigerungen des Marburger Bundes in Höhe von sechs Prozent könnten die Kliniken nicht bezahlen, erklärte auch der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Alfred Dänzer. Sie würden einen Kostenzuwachs auslösen, der den für 2013 auf zwei Prozent gedeckelten Preiserhöhungsspielraum der Krankenhäuser um ein Mehrfaches übersteigen würde. Bereits im laufenden Jahr führten die nur anteilig refinanzierten Tariflohnsteigerungen führen, dass über 40 Prozent der Kliniken ihre Kosten nicht über entsprechende Erlöse decken könnten. Dänzer: „Für das Jahr 2013 sagen aktuelle Umfragen bereits einen Anstieg des Anteils defizitärer Krankenhäuser auf über 50 Prozent voraus. Auch vor diesem Hintergrund sind die Forderungen des Marburger Bundes vollständig von der Realität abgekoppelt."

Berlin. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Asklepios Verwaltungsgesellschaft haben sich in ihrer fünften Verhandlungsrunde in Königstein-Falkenstein auf einen neuen Tarifabschluss geeinigt.





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