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Keine Verlängerung des Rettungsschirms

Berlin. Der Rettungsschirm für die Krankenhäuser soll anscheinend nicht verlängert werden. Das hat der Expertenrat zur Krankenhausfinanzierung, der während der Pandemie eingesetzt wurde, empfohlen. Das bezieht sich offenbar vor allem auf die Zuschüsse für neue Intensivbetten sowie die Freihaltepauschale für mögliche Corona-Patienten. Krankenhäuser sollen demnach ihre Ansprüche einzeln geltend machen. Laut Bundesamt für Soziale Sicherung sind zwischen April und August über 8,1 Milliarden Euro für Freihaltepauschalen und neue Intensivbetten an die Krankenhäuser gezahlt worden. 

Der Abschlussbericht sieht auch keine Anzeichen dafür, dass wegen der verschobenen Behandlungen sowie der Angst von Patienten vor Klinikaufenthalten die Sterblichkeit bei diesen Menschen zugenommen habe, weil sie verspätet oder nicht behandelt wurden.

Gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt hatte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, darauf hingewiesen, dass die Krankenhäuser die Auslastung, die sie vor der Coronapandemie hatten, auf absehbare Zeit nicht wieder erreichen werden. „Die Pandemie und vor allem die krankenhausspezifischen Vorhaltungen und Lasten hören in diesem Jahr und wahrscheinlich auch im nächsten Jahr nicht auf“, wird er zitiert. Die Normalbelegung von Krankenhäusern werde weiterhin nicht möglich sein. Mehrbettzimmer könnten nicht entsprechend belegt werden. Die Krankenhäuser müssten Freihaltequoten einhalten und so weiter. Erlösausfälle und Mehrkosten hielten damit an.

Baum habe die Bundesregierung aufgefordert, zügig eine Anschlussfinanzierung für die Ende September auslaufenden Hilfsmaßnahmen für die Krankenhäuser zu finden. Baums Vorschlag im Ärzteblatt: „Neben der Weitergeltung von Ausgleichszahlungen oder der Einführung eines Pandemiezuschlages auf alle Fallpauschalen wäre ein Ganzjahresbudgetausgleich gegenüber den Werten des Vorjahrs eine Lösung zur besseren wirtschaftlichen Absicherung der Krankenhäuser.“





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