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DKG: Mehr europaweite Krankenhausversorgung

Berlin. Die Corona-Pandemie hat Europa gezeigt, wie wesentlich und notwendig Zusammenarbeit gerade in Krisensituationen ist. Zugleich sind die Grenzen des Möglichen deutlich geworden – auch der gesundheitlichen Versorgung. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) erwartet, dass die am 1. Juli 2020 begonnene deutsche EU-Ratspräsidentschaft genutzt wird, um Europa für solche Krisen, aber auch für den Regelfall, besser aufzustellen.

„Die Patientenmobilität innerhalb Europas ist ein wesentliches Gut des vereinigten Binnenmarktes. Doch gerade in der Zeit der Corona-Pandemie wurde deutlich, wie schwierig es ist, Behandlungsbedarf und Behandlungsmöglichkeiten über Grenzen hinweg zusammenzubringen. Hier gilt es, die Regelungen der europäischen Patientenmobilität mit Blick auf den stationären Bereich zu erweitern“, sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.

Die Krise habe gezeigt, dass nachträgliche Behandlungsgenehmigungen extrem bürokratisch seien. Eine der Lehren für die europäische Ebene müsse daher sein, vereinfachte Kostenübernahmegarantien für grenzüberschreitende Behandlungen in Gesundheitskrisen und bei Großschadensereignissen auszuhandeln. „Stationäre Behandlungen im unmittelbaren wohnortsnahen Ausland müssen stets unbürokratisch und ohne komplizierte Genehmigungsvorbehalte möglich sein“, so Baum.

Zugleich habe die Pandemie auch verdeutlicht, wie abhängig Europa in vielen Bereichen von den internationalen Märkten sei. Das europäische Ziel, bei der Versorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Hilfsgütern wie Schutzmaterial unabhängiger zu werden, begrüße die DKG. 





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