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Notfallversorgung: KBV und MB präsentieren neue Vorschläge

Berlin. Niedergelassene und Krankenhausärzte haben ein gemeinsames Konzept für die künftige Notfallversorgung ausgearbeitet. Kernelemente sind eine gezielte Steuerung akut hilfebedürftiger Patienten sowie Gütekriterien für die medizinische Ersteinschätzung. 



Das Konzept von Marburger Bund (MB) und Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) sieht die Einrichtung zentraler Anlaufstellen für Akut- und Notfallpatienten an Krankenhäusern vor (sogenannte „gemeinsame Tresen“). Es definiert Anforderungen an deren Struktur und Arbeitsweise und benennt Gütekriterien für Instrumente zur standardisierten medizinischen Ersteinschätzung, die dort zum Einsatz kommen sollen. Für die weniger dringenden Fälle sieht das Konzept eine enge Kooperation mit den Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) vor. Durch den bereits geplanten Ausbau der deutschlandweiten Rufnummer 116117 des vertragsärztlichen Bereitschaftsdienstes und deren Verknüpfung mit der Notrufnummer 112 werde die notwendige Struktur etabliert, um eine Weiterleitung und schnelle Terminvergabe zu ermöglichen, heißt es in dem Papier.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft verwies in einer Reaktion darauf, dass die ambulante Notfallversorgung in der Verantwortung der Kliniken liege. DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum erklärte:
„Es ist gut, dass die KBV und die Gewerkschaft der angestellten Ärzte in den Krankenhäusern sich Gedanken über medizinische Steuerungskriterien für Notfallpatienten machen. Auch ist gut, dass die KBV anerkennt, dass die ambulante medizinische Notfallversorgung in Zukunft in den Krankenhäusern stattfinden sollte. Damit geht die Zuständigkeit auf die Träger der Krankenhäuser über, die über den Personaleinsatz im Krankenhaus und über Kooperationsmöglichkeiten mit niedergelassenen Ärzten eigenverantwortlich entscheiden werden.“





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